Sonntag, 20. November 2016

Marmorkuchen (vegan)


Heute gibt es mal wieder einen Klassiker: Marmorkuchen!

Na gut, ganz so klassisch ist er doch nicht - er ist nämlich vegan... ;)

Ich wollte ja schon ewig mal diese "perfekte Glasur" ausprobieren, von der ich schon so oft gelesen habe; bisher hatte ich aber keine Silikonform für einen großen Kuchen, nur welche für Muffins!


Nachdem sich das schonmal vor ein paar Wochen geändert hat, fehlte jetzt nur noch eine Gelegenheit, um es mal mit einem simplen Kuchen als Grundlage auszuprobieren - und diese hat sich letzte Woche geboten! :)
Mit ein paar Mädels habe ich mich mal wieder zum Quatschen getroffen und da eine meiner Freundinnen vegan lebt, war das perfekt, um gleich mehrere Sachen auszuprobieren! :P

Und wie das so bei Experimenten ist - das erste Mal geht es meistens in die Hose :D Tatsächlich habe ich leider den Kuchen zu früh aus der Form gestürzt... :( Die kleinen und großen Krümel haben aber schonmal sehr lecker geschmeckt!

Aber natürlich konnte ich das mit meiner Back-Ehre nicht vereinbaren, dass ich ein neues Rezept nicht mit schönen Fotos hier posten kann und den Guss konnte ich bei diesem Scheiterhaufen ja auch nicht ausprobieren... Also: Neue Runde, neues Glück!
Dieses Mal habe ich ihn auch ganz geduldig über Nacht in der Form auskühlen lassen - bei Silikon ist das im Gegensatz zu Blech auch gar kein Problem, man kriegt den Kuchen immer noch super aus der Form!

...und endlich hat es geklappt :)
Auch mit der Glasur!

Die hatte ich übrigens im Kleinformat schon eine Woche vorher ausprobiert... Da habe ich einen Zug gebacken und die einzelnen Wagons mit weißer und Vollmilch Schokolade und knallbunter Cakepop-Glasur überzogen (die kommt bei mir sonst nie weg) - für Kinder kann es ja nicht bunt genug sein ;) Das Ergebnis war da schon toll, obwohl die Cakepop-Glasur-Waggons echt aussahen wie aus Plastik :D


Rezept:
für eine Gugelhupfform mit etwa 22 cm Durchmesser

Teig:
- 375 g Mehl
- 1 Päckchen Backpulver
- ¼ TL Salz
- 240 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 240 ml geschmacksneutrales Öl (z.B. Sonnenblumenöl)
- 240 ml Pflanzenmilch (z.B. Soja-, Hafer- oder Mandelmilch
- 3 EL Rum (oder 3 EL Pflanzenmilch und ein paar Tropfen Rum-Aroma)

für den dunklen Teig zusätzlich:
- 4 EL Backkakao
- 3 EL Pflanzenmilch
- 120 g Zartbitter-Schokotröpfchen oder gehackte Zartbitter-Kuvertüre (Zartbitter-Schokolade ist meistens vegan! Zur Sicherheit vll. trotzdem auf die Zutatenliste schauen ;) )

für den Guss:
- 250 g Zartbitter-Kuvertüre
- 1 EL Palmin (Kokosfett)


Die "perfekte" Glasur, so wie ich sie gemacht habe, funktioniert nur mit einer Silikonform - wenn ihr den Kuchen aber ohne Glasur machen oder die Schokolade einfach mit einem Pinsel verteilen wollt, könnt ihr natürlich auch eine Blech-Form nehmen! :)

Den Backofen auf 175 °C Ober-Unter-Hitze (Umluft 160 °C) vorheizen.
Die Form - falls sie nicht aus Silikon ist - mit etwas Öl einfetten und mit Mehl ausstäuben.

Für den Kuchen zuerst Mehl und Backpulver in eine Schüssel sieben.
Salz, Zucker und Vanillezucker dazugeben und die ganzen trockenen Zutaten kurz verrühren.

Dann die Pflanzenmilch und das Öl hineinschütten und alles zu einem glatten Teig verrühren.
Zum Schluss noch Rum bzw. Pflanzenmilch und Rumaroma dazugeben und kurz untermischen.

Etwa zwei Drittel des hellen Teiges in die Form füllen.

Jetzt den Backkakao und die Pflanzenmilch für den dunklen Teig in den übrigen Teig in der Schüssel geben und gut vermischen - der Teig wird jetzt viel fester!
Als Letztes noch die Schokolade bzw. Schokotröpfchen unterheben.

Den dunklen Teig auf den hellen in der Form füllen und mit einer Gabel marmorieren.

Etwa 60 Minuten backen (Stäbchenprobe!); falls der Kuchen ab der Hälfte der Backzeit zu dunkel wird, einfach mit Alufolie abdecken.

Nach dem Backen für mindestens 15 Minuten in der Form auskühlen lassen, dann vorsichtig stürzen und komplett erkalten lassen.

Für die "perfekte" Glasur die Kuvertüre mit dem Kokosfett im Wasserbad schmelzen lassen.
Die Silikonform wieder ausspülen und gut abtrocknen.

Dann die Kuvertüre in die Form füllen und den Kuchen wieder vorsichtig hineinsetzen.
Den Kuchen jetzt langsam runterdrücken, sodass die Kuvertüre am Rand nach oben kommt - das kann man auch kontrollieren, indem man vorsichtig den Rand der Form beiseite zieht!

Dann muss der glasierte Kuchen für 2-4 Stunden in den Kühlschrank, damit der Guss so richtig schön fest wird! :)


Das kann man dann auch ganz gut überprüfen, weil man durch die Silikonform fühlen kann, wenn die Schokolade hart ist... Meistens drückt es aber auch Schokolade bis ganz nach oben, sodass man die Festigkeit auch sehen kann ;)

Ist der Guss fest, muss nur noch die Silikonform vorsichtig vom Kuchen abgezogen werden!



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